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NÖWI Nr. 17, 15. Juni 2007: Frau in der Wirtschaft plädiert für Barrierefreiheit
Bildunterschrift: V.r.n.l.: Ing. Maria Schröder, Alexander Patoschka, Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Silvia Wlk, BM Ing Nadja Wasserlof, Bezirksstellenobmann DI Franz Seywerth, Angela Luef, Barbara Dalik.
Mit einer schwungvoll inszenierten, durch effektvolle Licht- und Tontechnik von Alexander Patoschka ergänzte Dramaturgie wurde die Bedeutung der Barrierefreiheit in der Wirtschaft unterstrichen. Ganz in positivem Maigrün vermittelten die fünf Oganisatorinnen rund um Bezirksvorsitzende von Frau in der Wirtschaft Silvia Wlk die Notwendigkeit, aber auch Zweckmäßigkeit und Kundenfreundlichkeit von barrierefreiem Agieren im Wirtschaftsleben.
Angela Luef, kundige EDV-Spezialistin und Web-Designerin, führte durch die Welt der "Hoppalas" im World Wide Web. Sie plädiert für einen zwar unverwechselbaren Auftritt, der aber unbedingt kundenorientiert und benutzerfreundlich, d.h. einfach, schnell und übersichtlich sein soll. Mit einfachen, aber wesentlichen Hinweisen verdeutlichte Angela Luef barrierefreies Webdesign: Unterschiedliche Bildschirmgrößen sollten schon beim Bau einer Website beachtet werden, damit der User auch bei kleinster Bildschirmgröße die wichtigsten Inhalte auf einen Blick erfassen kann. Überschriften und wichtige Inhalte sollten keinesfalls als Bild auf der Website aufscheinen, da Bilder von Suchmaschinen nicht gelesen werden können und daher die wesentlichen Inhalte in der Trefferliste bei Suchmaschinen nicht aufscheinen würden.
Baumeisterin Ing. Nadja Wasserlof ging auf Barrierefreiheit in der Gestaltung von öffentlichen Räumen und von Geschäftslokalen ein. Barrierefreies Bauen heißt nach ihrer Definition nicht nur ein Vermeiden von Hürden für z.B. Kinderwägen, sondern eine einladende Gestaltung von Fußgängerzonen und Geschäftsstraßen, die ein Flanieren und Gustieren unterstützt. Sanfte Lenkung von Fußgängerverkehr, Verbindung des Außenraums mit Geschäftsportalen und Fassaden soll optisch harmonieren, um positive Wirkungen zu erzielen. Ganz wichtig ist die barrierefreie Gestaltung des Portals, das den interessierten Kunden in das Geschäft lockt. Anhand von Beispielen für eine harmonische Innenarchitektur verdeutlicht Nadja Wasserlof Gestaltungsmöglichkeiten mit unterschiedlichen Materialien und Farben.
Für barrierefreies Einrichten setzt sich Ing. Maria Schröder ein, der es ein Anliegen ist, mit ergonomischer Einrichtung nicht nur der Gesundheit von Mitarbeitern und Unternehmern zu dienen, sondern auch Arbeitsfreude und einfache Arbeitsabläufe zu ermöglichen. Gerade neue Designlösungen, wie Rundungen statt scharfen Kanten, verringern die Verletzungsgefahr und erhöhen das Wohlbefinden. Die Möbelindustrie macht es einfach, für den jeweiligen Arbeitsplatz individuell auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmte Lösungen anzubieten und dennoch ein harmonisches Ganzes in Form einer Komplettlösung zu nutzen.
Barbara Dalik bricht eine Lanze für den barrierefreien Kontakt zum Kunden. An erster Stelle muss eine positive und harmonische Kommunikation mit Körpersprache stehen. Investitionen in die Schulung von nonverbalen und effizienten verbalen Kommunikationstechniken erleichtern den angenehmen und für alle Nutzen bringenden Kontakt zum Kunden.