B06 ZoneAlarm - Antivirus 2010

Barrierefrei

Zum Ausprobieren

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Ein Grundstein des barrierefreien Webdesigns ist die totale Trennung von Formatierung und Inhalt. Probieren Sie es aus:

Seitenstil ändern: in Arbeit · in Arbeit · in Arbeit ·
in Arbeit (Standard)

Stil auf Standard zurücksetzen

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zur Navigation · Für wen ist Barrierefreiheit? · Wie macht man barrierefreies Webdesign? · Nie mehr Ärger beim Ausdrucken

Für wen ist Barrierefreiheit?

Es betrifft auch Sie

Barrierefreiheit bedeutet für viele Menschen "behindertengerecht". Doch das ist noch lange nicht alles. Nicht nur blinde und sehbehinderte Menschen stoßen auf Barrieren, sondern auch ungeübte Besucher oder solche mit veralteter Hard- und Software. Aber auch Internetprofis haben es nicht leichter: nach zehn Stunden Bildschirmarbeit sind die Augen müde und reagieren sehr empfindlich auf Blinken, und kleine Schriften sind nur schwer lesbar.

Was Suchmaschinen und Screen-Reader gemeinsam haben

Blinde Menschen benutzen Screen-Reader, eine Spezialsoftware mit synthetischer Sprachausgabe, oder eine Braille-Zeile, das ist eine auf Blindenschrift erweiterte Tastatur. Beide Geräte können Bilder nur mittels der Alternativtexte interpretieren, und verstehen dynamisch erzeugte Inhalte oft fehlerhaft oder gar nicht. Bei einem Drop-Down-Menü aus Bildern bleiben diese armen Besucher dann auf der Seite "picken", wo sie eingestiegen sind. Und sie werden sicher schnell die Flucht ergreifen.

Suchmaschinen funktionieren wie Screen-Reader, auch sie können keine Bilder interpretieren. Wenn die wichtigen Inhalte Ihrer Website nur durch Bilder dargestellt werden, bleiben sie den Suchmaschinen verborgen. Und Sie werden nicht gefunden.

Schließen Sie niemanden aus

Menschen mit Farbenblindheit scheitern oft an mangelnden Kontrasten zwischen Text und Hintergrund. Menschen mit motorischer Beeinträchtigung können die Mouse nicht oder nur eingeschränkt benutzen. Menschen mit Lernschwächen oder Konzentrationsstörungen werden durch flackernde und blinkende Bilder (die von allen Menschen als lästig wahrgenommen werden) vom Inhalt abgelenkt, bei Epileptikern kann solches Bildschirmgezappel sogar zu einem Anfall führen.

Buchstabensalat oder browserübergreifend?

Die verschiedenen Browser legen den HTML-Code unterschiedlich aus. Der MS Internet Explorer geht bekanntlich eigene Wege (aktuell der IE 7, der nicht einmal mit seinen früheren Versionen richtig kompatibel ist); was hier gut und richtig erscheint, kann in Browsern wie Firefox, Opera oder Netscape aussehen wie Buchstabensalat auf Grafikragout mit geschnetzelten Fotos. Appetitlich, was? Es muss auch gewährleistet sein, dass die Site auch dann ohne Inhaltsverlust funktioniert, wenn keine Plugins (zB. Flash) vorhanden sind, wenn JavaScript deaktiviert ist, und sogar dann, wenn keine Bilder angezeigt werden. (Ich erinnere an die Nur-Bilder-Navigation aus dem zweiten Absatz.)

Ihre Website am Handy

Auch die Bildschirmgröße bzw. -auflösung spielt eine wichtige Rolle. Sie reicht vom kleinen Bildschirm von Handy und PDA bis zum modernen Monitor mit extrem hoher Auflösung. Es ist unbeschreiblich lästig, wenn man, um einen Satz zu lesen, dauernd nach rechts und links scrollen muss...

Eine barrierefreie Website ist für alle Menschen, unabhängig von deren Endgeräten, ohne Einschränkungen zugänglich. Sie läßt sich leicht an die Bedürfnisse des Benutzers anpassen.

Wie macht man barrierefreies Webdesign?

Die Barrierefreiheit beginnt bereits in der Planungsphase

Wer ist Ihr Zielpublikum - welche besonderen Ansprüche hat es? Unter welchen Begriffen wird man Ihre Website suchen? Wie kann man Ihr Angebot logisch gliedern, damit sich wirklich jeder mühelos zurechtfindet? Werden schwierige Wörter (Fremdwörter oder Fachausdrücke) direkt an der Stelle ihres Erscheinens erklärt, oder gibt es ein eigenes Glossar? Diese und viele andere Fragen klären wir gemeinsam.

Ihr Internetauftritt entsteht

Wenn das Layout fertig und von Ihnen genehmigt ist, geht es ans Programmieren. Ich schreibe prinzipiell XHTML und CSS, da hier die Trennung von Design und Inhalt am klarsten ist. Was das bedeutet, haben Sie bereits kennengelernt. Wichtig ist, dass der Code fehlerfrei ist, damit Screenreader und Suchmaschinen ihn sinnvoll interpretieren können. Barrierefreie Seiten werden von den Suchmaschinen bevorzugt.

"Musts" für barrierefreies Webdesign

Flexibles tabellenfreies Layout, das sich an alle Endgeräte anpasst; Querscrollen sollte niemals nötig sein. Skalierbare Schriften. Einfacher und logischer Seitenaufbau. Ausreichende Farbkontraste. Browserübergreifende Programmierung - niemals Hacks verwenden, die Eigenheiten des MS Internet Explorer werden am elegantesten mit Conditional Comments behoben. Bilder müssen mit Alternativtexten und zusätzlichen Angaben ausgestattet sein, sonst erhalten Nutzer von Screenreadern nur die Information "Grafik", nichts weiter - und Suchmaschinen ebenso.

Buchtipp:

Wenn Sie mehr über barrierefreies Webdesign wissen wollen, empfehle ich Ihnen folgende Bücher:
Barrierefreies Webdesign von Jan Eric Hellbusch
Barrierefreies Webdesign, alle WAI Richtlinien von Jan Eric Hellbusch

Nie mehr Ärger beim Ausdrucken

Da eigene Druckversionen jeder Seite nicht nur viel Arbeit machen, sondern auch von manchen Suchmaschinen als Spam gewertet werden, habe ich die "Druckversion" (ohne das lästige Mitdrucken von Navigation und diversen "nach oben"-Links) nur mittels CSS erstellt. Auf allen Seiten, jederzeit, und natürlich auch wenn JavaScript deaktiviert ist, funktioniert das Ausdrucken wie gewohnt über den Browser.

Probieren Sie es aus oder sehen Sie sich einfach die Druckvorschau an.

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